ALLGEMEINES

Ein vorhandenes Gebäude zu sanieren ist aus vielerlei Hinsicht oft gar keine so einfache Sache, denn es gilt einige grundsätzliche Dinge zu beachten. Die Tatsache das ein Gebäude schon steht klingt banal, führt aber zur Frage, ob es einen Unterschied in der Planung eines Neubaus und der Planung einer Sanierung gibt? Ich meine ja, und der Unterschied zieht sich durch alle Phasen der Planung bis zum Ende der Ausführung. Daher gibt es auch spezielles Wissen, welches benötigt wird um einen Umbau, eine Gebäudesanierung sicher zu beherschen. Und dabei geht es noch gar nicht um Spezialwissen im Bereich der Denkmalpflege.

Als Generalplaner im Auftrag der BIG BundesimmobilienG.m.b.H und der Universität Wien wurden über einen Zeitraum von rd. 8 Jahren wesentliche Räume im Haus der Universität Wien Denkmalgerecht saniert und neu gestaltet. Durch diese und andere intensive Arbeit wie z.B. am Projekt der Sanierung des Palais Sturany in Wien, Schottenring konnte ich die Kompetenz zur wirtschaftlichen Umsetzung von Sanierungs,- und Umbauprojekten erarbeiten. Ein dichtes Netzwerk an hochqualifizierten Fachplanern bietet weitere Qualität und Sicherheit für die Umsetzung von komplexen Sanierungs-Projekten.

ANALYSE

Zu Beginn eines Sanierungsprojektes steht immer die genaue Betrachtung des Bestandes, die meist aus Zeit-, und Budgetgründen parallel zum Planungsprozess stattfinden muss, im Idealfall jedoch vor der Planungsphase als GRUNDLAGENERMITTLUNG stattfinden sollte. Je umfangreicher diese Untersuchungen ausfallen, umso höher ist die Sicherheit hinsichtlich Kosten, Terminen und Qualitäten. Auf jeden Fall sind die tragenden Bauelemente und andere kritischen Stellen, wie z.B. Wasser-, und Erdberührten Bauteile zu analysieren und zu dokumentieren. Die Elektrotechnik und andere technische Einbauten, stellen meist einen weiteren, i.d. Regel neu zu errichtenden Teil eines Gebäudes dar. Ein weiterer Teil einer Bestandsanalyse ist genauso wesentlich wie bautechnische Fragen. Dies ist die Frage nach der Fähigkeit eines vorhandenen Gebäudes einer zeitgemässen Nutzung zu entsprechen. Ist der Bestand architektonisch qualitätvoll um diesen weiterzubauen und anzupassen, zu transformieren.

AUFMASS und BESTANDSPLAN

Ein weiterer Schritt ist immer die Frage nach den Bestandsplänen, eventuell statischen Berechnungen, sonstigen Dokumenten und deren Übereinstimmung mit der "Natur", d.h. dem wirklich Gebauten. Es sollten zumindest die Hauptmaße (von Räumen z.B.) kontrolliert werden; sind Unterschiede zu vorhandenen Plänen erkenn-, und auf keinen Fall vernachlässigbar, sollte besser ein sogenanntes Aufmaß gemacht werden. Entweder "herkömlich händisch", d.h. mit dem Maßband oder bei etwas größeren Gebäuden schon lohnend, mittels Lasermessgeräten (2d bis 3d und 3d-Modell-Darstellung für CAD).